Mit Facebook anmelden Login
Noch kein Mitglied?
Passwort vergessen?

Facebook

Trendletter

Die Geschichte der Seife

30. November -0001

Viele unter uns lieben Seifen in allen Variationen und ich muss ehrlich gestehen, ich auch! Ein Grund einen Blick auf die Jahrtausend alte Vergangenheit eines Beautyschätzchens zu werfen, das oft alleine beim Anblick des tollen Designs das Beautyherz höher schlagen lässt

 

Waldfussel 

Die Geschichte der Seife 

Hallo liebe Beauties!               
 

Viele unter uns lieben Seifen in allen Variationen und ich muss ehrlich gestehen, ich auch! Ein Grund einen Blick auf die Jahrtausend alte Vergangenheit eines Beautyschätzchens zu werfen, das oft alleine beim Anblick des tollen Designs das Beautyherz höher schlagen lässt.

Wolkenseife

 

Allgemeines zu Seifen:

Seifen sind waschaktive Substanzen, so genannte Tenside. Chemisch gesehen sind sie Alkalisalze höherer Fettsäuren, hergestellt aus pflanzlichen oder tierischen Fetten, die mit Natronlauge „verseift“ aufgespalten werden. Sie werden heutzutage hauptsächlich zur Körperreinigung verwendet werden. Als Waschmittel von Stoffen und Textilien hat die Seife an Bedeutung verloren, da sich beim Waschprozess unlösliche Rückstände („Kalkseifen“) bilden.

Seifenparadies


Erste Seife wurde vor über 6.500 Jahren erfunden:

Schon seit Jahrtausenden benutzen Menschen Seife. Bereits ca. 4.500 v. Chr. entwickelten die Sumerer eine Vorform, die aus Pottasche und Ölen hergestellt wurde. Um an die benötigte Pflanzenasche zu kommen, verbrannten die Sumerer Tannenzapfen oder Dattelpalmen. Sie übersahen jedoch den reinigenden Effekt und verwendeten das Gemisch als Heilmittel. Die Ägypter und Griechen (ca. 2.700 - 2.200 v. Chr.) dürften eine ähnliche Anleitung zur Herstellung von Seife verwendet haben, wobei erst die Germanen und Gallier die Seife als „dekoratives Kosmetikum“ entdeckten. Sie verwendeten die aus Ziegen- Rinder- oder Hirschtalg hergestellte Seife als Bleichmittel für die Haare oder frisierten sich mit einer Art Seifen-Pomade; Bräuche, die von den Römern gerne übernommen wurden.

Wolkenseife


Von der Badekultur bis zur Trockenwäsche:

Trotz ihrer hoch entwickelten Badekultur verwendeten die Römer die Seife zur Körperreinigung erst ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. In der weiteren Entwicklung der Seifensiederkunst zeigten sich die Araber im 7. Jahrhundert als sehr einfallsreich: Sie verkochten erstmals Öl und Lauge unter Einsatz von gebranntem Kalk miteinander und gewannen dadurch besonders feste Seifen, die in ihrer Konsistenz mit der heutigen vergleichbar ist. Dieses Wissen verbreitete sich schnell in Europa. Die meist parfümierten Luxusseifen waren zunächst nur dem reichen Adel vorbehalten. Nach und nach entwickelte sich eine Badekultur mit öffentlichen Badehäusern, die auch dem Bürgertum und der ärmeren Bevölkerung zugänglich waren. Dieser Badekultur setzten Pest und Syphilis jedoch im 14. Jahrhundert ein jähes Ende. 25 % der europäischen Bevölkerung fielen der großen Pestepidemie 1347 bis 1351 zum Opfer. Im Mittelalter hütete man sich daher vor Wasser und Seife aufgrund des Irrglaubens, dass Krankheiten überhaupt erst durch die Seife in den Körper gelangen. Die Bevölkerung erreichte damit genau das Gegenteil, denn Seuchen wie Pest und Cholera breiteten sich immer weiter aus. Im 16. und 17. Jahrhundert galt deshalb die Trockenwäsche als chic – ganz ohne Seife und Wasser, sondern mit Tüchern, Parfüm und Puder. In Adelskreisen setzte man ganz auf diese Art der Körperpflege, weshalb sich Keime, Läuse und Flöhe ungehindert ausbreiten konnten.

 

Wolkenseife



Waschen wird modern:

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein vertraten die Ärzte in Europa die Meinung, dass Wasser und Luft dem Körper schade. Das Einpudern der Haut und Kleidung diente als Schutz vor diesen „schädlichen Elementen“. Erst im bürgerlichen 19. Jahrhundert änderte sich die Einstellung und man ging dazu über, den Körper regelmäßig zu waschen und von unangenehmen Gerüchen zu befreien. Waschen wurde modern. Doch während des Krieges im 20. Jahrhundert war die Rohstoffversorgung so knapp, dass es nicht genug Öle und Fette zur Seifenerzeugung gab. Erst nach Ende des Ersten Weltkrieges in den 20er Jahren war es möglich, durch die industrielle Produktion die Seife als Massenartikel herzustellen. Es wurden billige Fettrohstoffe aus tropischen Ländern importiert und ein preisgünstigeres Herstellverfahren erfunden: „Leblanc-“, später „Solvay-Verfahren“.

Seifenparadies

Heute werden Seifen aus pflanzlichen oder tierischen Fetten hergestellt. Die Hauptbestandteile sind Rohstoffe wie Kokosfett, Olivenöl, Palmöl und tierische Fette wie Talg, Schmalz oder Knochenfett. Diese Fette werden bei der Seifenherstellung zerlegt („Verseifung“), indem sie mit einer Lauge gekocht werden. Dieses Verfahren nennt man „Seifensieden“. Die so genannte „Feinseife“ - oder auch „Toilettenseife“ genannt – wird meist zum Händewaschen verwendet. Sie besteht aus geruchsneutralen Fetten mit pflegenden Zusätzen, sowie Parfümen und Farbstoffen.

Waldfussel


 
Heutige Naturseifen sind kaltgerührte Seifen. Sie werden aus natürlichen Ölen oder Fetten wie Olivenöl oder Kokosfett hergestellt. Da der Verseifungsprozess meist nicht vollständig abläuft, finden sich in kaltgerührten Seifen immer noch freie Fettsäuren. Es ist richtig, dass durch Seife die Talgschicht der Haut mitsamt ihrem Dreck und Staub entfernt wird, denn genau das will man ja mit dem "Waschen" auch erreichen. Die Haut eines Erwachsenen ist allerdings durchaus sehr gut in der Lage, den pH-Wert der Haut in einem angemessenen Zeitraum wieder herzustellen. Gleichzeitig wird die Haut durch das Überschussfett der Naturseife gefettet und gepflegt. Einzig für Babyhaut ist Naturseife aufgrund des hohen pH-Gehaltes nicht geeignet, weil diese den pH-Wert nicht so schnell wieder herstellen können. Hier sollte man halt auf Wasser oder - wenn unbedingt gewünscht - Babypflegeprodukte ausweichen. So ist es durchaus möglich, dass Leute, die früher an „rissiger und rauer“ Haut litten, durch die Benutzung von Naturseife eine Besserung verzeichnen konnten.

El Sapone


Die Seife im 21. Jahrhundert:

In unserem Forum haben wir einige Seifensiederinnen, die ihr Handwerk wirklich verstehen. Ihre Kreationen haben nicht nur tolle, pflegende Inhaltsstoffe, sondern sind aufgrund des tollen Designs wahre Hingucker.

Aber überzeugt Euch doch am besten selbst davon:



Annes Seifenmanufaktur Wolkenseifen: http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/showthread.php?t=85264 

Wokenseife


Kaiserins Seifenparadies: http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/showthread.php?t=41109

Seifenparadies 

 


Waldfussels Wunderbare Wohlfühlseifen: http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/showthread.php?t=85420

Waldfussel

 

El Sapone Seifenmanufaktur: http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/showthread.php?t=87455

El Sapone


Olivia's handgemachte Naturseifen Seifen : http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/showthread.php?t=25050

Olivia's Seifen



Viel Spaß beim Schmökern!

Eure
Alexandra

 

 

Wenn Ihr über diesen Artikel diskutieren möchtet oder ergänzende Informationen habt, seid Ihr herzlich willkommen an unserem Runden Tisch!
Bitte hier entlang: 
http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/forumdisplay.php?f=152


Quelle: beautypress, sebamed und das Wissen unserer Seifensiederinnen

Bildrechte: Wolkenseifen, Seifenparadies, Waldfussels Wohlfühlseifen und El Sapone Seifenmanufaktur

Hinterlasse einen Kommentar

0 Kommentare

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

w3 projects UG
(haftungsbeschränkt)

Torellstr. 7
10243 Berlin

Beautyjunkies.de ©2003 – 2022

Sie möchten Werbung auf Beautyjunkies buchen? Dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail: info@w3-projects.de

Als Händler oder Dienstleister im Beauty-Bereich haben Sie zudem umfangreiche Möglichkeiten, Ihre Produkte oder Leistungen individuell in den Beauty Arkaden und im Trendletter zu präsentieren. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte über das Kontaktformular.