30. November -0001

Wir alle sind tagtäglich von hunderten und tausenden Düften umgeben – unsere Parfüms leisten einen großen Beitrag dazu.
Und da Uti weiß, dass hier an Board viele Duft-Junkies vertreten sind, gibt’s jetzt von ihr einen Artikel zum Thema PARFÜM... Parfüm gibt es schon mindestens 4000 Jahre, der Name stammt vom lateinischen
"per fumum", also "für den Rauch". Götter sollten durch parfümierte Feuer wohlgestimmt werden.
Ein Parfüm besitzt durch seine Komposition einen bestimmten
Duftablauf, der folgendermaßen aussieht:
Zuerst wird die
Kopfnote wahrgenommen, die auf den Duft neugierig machen soll und aus leicht flüchtigen Duftstoffen besteht, die teilweise schon Bestandteile der anderen Noten enthält.
Danach folgt die
Herznote, die meist holzig, blumig oder würzig ist.
Am Ende des Ablauft kommt die
Basisnote zum Tragen (ähm... riechen :D), die am längsten duftet.
Nach Duftarten lassen sich die verschieden Parfüms in 4 grobe
Duftobergruppen einteilen:
Blumig,
Chypre (Duft nach Moos, Bergamotte, Patchouli),
Orientalisch (Ambrés, aus z.B. Vanille, Hölzer und Moschus) und
Zitrus.
Zwischen den einzelnen Gruppen sind natürlich diverseste Kombinationen und Intensitäten möglich!
Ein Duft besteht aber nicht nur aus
Duftölen sondern auch zu großen Teilen aus
Alkohol, reines Parfüm beinhaltet etwa 30%, Eau de Parfum bis zu 15%, Eau de Toilette 4-8% und Eau de Cologne nur 3-5% des Duftöles.
Doch wie kommt man eigentlich zu den diversen Duftölen?
Es gibt mehrere komplexe Methoden, um Duftstoffe aus ihren Trägern (meist Pflanzenteile) zu bekommen, so zum Beispiel die
klassische Destillation, bei der den Duftträgern durch Wasserdampf ihr Geruch entzogen und gesammelt wird.
Die
Expression wird vorwiegend bei Zitrusfrüchten verwendet, um die Duftöle aus der Schale zu lösen. Dabei wird die Schale von der Frucht getrennt, ausgepresst und das Wasser abgeschieden, um reines Öl zu erhalten.
Bei der
Enfleurage, die heute kaum mehr verwendet wird, wurden Blütenblätter auf ein Lösungsmittel gelegt, das die Duftöle an sich band, um dann wieder herausgelöst zu werden.
Außer diesen Methoden gibt es noch mehrere moderne Verfahren, um Düfte zu erhalten oder synthetisieren – und die Forschung entdeckt immer wieder neue Verfahren, um uns mit exquisiten Parfüms zu versorgen.
In der Praxis machen wir uns natürlich nicht so viele Gedanken, wo und wie unser Duft produziert wird ;)
Allerdings gibt es auch im
Umgang mit Parfüm ein paar Dinge, die zu beachten sind:
Parfüm, auf die Handgelenke gesprüht, nicht verreiben, denn das zerstört die empfindlichen Duftmoleküle!
Sehr gute Stellen für Parfüm sind
Hals, Arm- und Kniebeugen, Dekolette, Schläfen und Haare.
Im Haar hält ein Duft bis zu 24 Stunden, an allen anderen genannten Stellen etwa 4-8 Stunden, was aber auch von der Hautbeschaffenheit abhängt. Auf trockenen Hautpartien hält ein Parfüm nämlich weniger lange (und am schlechtesten übrigens hinter den Öhrchen, dort befindet sich viel zu viel Hautfett und Talg, das den Duft verändern kann).
Das ist doch gleich ein Grund mehr, um sich einzucremen und eine zum Duft passende Bodylotion zu kaufen! :-D
Und um möglichst lange Freude an euren Düften zu haben, bewahrt ihr sie am besten in ihren Umkartons auf, damit sind sie lichtgeschützt. Auf keinen Fall in der prallen Sonne – so bleiben sie auf jeden Fall 2-3 Jahre „frisch“ :-)
Ich hoffe, ich hattet Spaß am Lesen und konntet etwas für euch daraus mitnehmen – ich bedufte mich jetzt mal! Quellen: http://www.b-treude.de/duftlexikon.htmhttp://www.osmoz.comhttp://www.amica.de
Bücher zum Thema:100 legendäre Parfums: Zum Einstieg in die Welt der Düfte mit Duftbeschreibungen und Erklärungen
Parfum, der Traum im Flakon, erklärt nicht nur die Art und das Wesen der Düfte, sondern auch die passende Gelegenheit, ihn zu tragen - und die Wirkung ;-)