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Minas Einfuehrung in die selbstgemachte Deko Kosmetik

30. November -0001
Hallo, ich habe hier viele Erfahrungen zusammengefasst, die andere oder ich mit Pigmenten hatten.

Es kamen in letzter Zeit immer wieder Anfragen, wie das denn funktionieren soll, bezueglich der Herstellung von Mineralfoundation und anderen dekorativen Kosmetika. Damit ihr einen besseren Ueberblick ueber die Moeglichkeiten des Selbermixens von Pigmenten bekommt, schreibe ich diese Einfuehrung. Pigmente

Erst einmal ein kurzer Ueberblick ueber die geeigneten Pigmente zur Kosmetikherstellung, unterteilt in matte und Perlglanzpigmente sowie Fuellstoffe:

Matte Pigmente:

Titanium Dioxide (TiO2, Titanoxid, Titanweiß)
Dies ist einer der wichtigsten Pigmente fuer Mineralfoundation (MF) und ist ein stark deckendes, weißes Pulver. Es wird fuer MFs in (relativ) großen Mengen benoetigt. Die Herkunft ist mineralisch.

Zinkoxid (ZnO)
Zinkoxid hat austrocknende Eigenschaften und hilft bei Heilungsprozessen der Haut.
In der Mineralkosmetik wird es hauptsaechlich wegen der weißen Farbe eingesetzt. Es ist etwas weniger deckend als Titanium Dioxide, wird aber wegen der positiven Eigenschaften fuer die Haut geschaetzt.
Es wird nur in geringen Konzentrationen in MFs eingesetzt, wenn ueberhaupt. Manche empfinden eine hohe Konzentration als zu austrocknend, andere berichten von Pickeln.

Eisenoxide (FeO)
Hierbei muss man sagen, dass die chemische Formel fuer die verschiedenen Eisenoxid Farben variiert. Fuer uns spielt aber nur die Farbe eine Rolle. Es gibt Eisenoxide in Gelb, Orange, Rot, Braun und Schwarz. Außerdem gibt es noch eine Eisenoxidverbindung, die blau ist (Ferric Ferrocyanide), welche auch in der Kosmetik eingesetzt wird.
Eisenoxide werden zur Farbgebung in der Mineralkosmetik eingesetzt. Man kann getrost sagen, dass Eisenoxide nie an die Brillanz vieler anderer Pigmente ranreicht, aber sie sind billig und voellig ungiftig, sowie sehr deckend (farbstark). Die Herkunft heute ist meist synthetisch, aber viele Erdfarben enthalten es ebenso.

Chromoxid (Cr2O3)
Dieses Pigment ist ein dunkles Gruen, dass eine Farbe wie Tannennadeln hat. Es ist keine besonders brillante Farbe, dafuer aber ungiftig und wirkt natuerlich. Zudem ist es sehr farbstark.

Ultramarine (Na8Al6Si6O24S4)
Es gibt Ultramarin in den Farben Blau, Violett (eher Flieder) und Rot. Ultramarinblau ist ein brillantes Blau. Violett und Rot sind eher weniger leuchtstark. Ultramarine duerfen nicht im Bereich der Lippen eingesetzt werden (laut FDA), sind aber ungiftig. Sie sind zwar sehr brillant, aber weniger deckend und farbstark als Eisenoxide. Deshalb nimmt man auch in Relation mehr Ultramarine als andere Pigmente wie z. B. Eisenoxid oder Titanium Dioxide, um die erwuenschte Farbe zu mixen. Sie sind seidiger in der Konsistenz, als die mineralischen Pigmente und auch weniger gut haftend.

Indigo
Ich habe Indigo noch aufgefuehrt, weil ich es als Blauersatz im Lippenbereich benutze, da man Ultramarine dort nicht applizieren sollte. Es kann sowohl pflanzlich als auch synthetischen Ursprungs sein. Es ist in der Farbe dem Ultramarin sehr aehnlich und verhaelt sich auch aehnlich mit aehnlicher Konsistenz.

andere organische und anorganische Farben
Es gibt noch viele andere pflanzliche, tierische, synthetische Farben, mit denen ich jedoch keine Erfahrung habe. Auf jeden Fall gibt es Farben, die man mit den oben aufgefuehrten Pigmenten nicht erreichen kann. Z. B. wird man mit Eisenoxid Rot nie eine brillante rote Farbe mischen koennen (halt diese dramatischen roten Lippenstifte). Dafuer braucht man z. B. den Stoff Cochenille aus einer Laeuseart.
Pflanzliche Farben wie Paprikarot sind weniger gut geeignet, weil ihnen die Deckkraft fehlt und Reizungen entstehen koennen.

Farbskala:



Perlglanzpigmente:

Nahezu in jeder dekorativen Kosmetik findet man Perlglanzpigmente. Sie bestehen im wesentlichen aus Titanium Dioxiden, Eisenoxiden und Mica. Zudem koennen noch Tin Oxide, Silica, Carmine, Ferric Ferrocyanide, Alumina, D&C Red #30, Chromoxid enthalten sein, aber die meisten bestehen aus Titanium Dioxide, Mica und Eisenoxid. Dabei wird das plaettchenfoermige Mica mit Metalloxiden beschichtet, die das Licht brechen und ein Glitzern erzeugen.
Es gibt sehr viele Perglanzpigmentfarben. Z. B. gibt es zig silberweiß glitzernde Perglanzpigmente, Pigmente mit goldenen Glitzer, Interferenz Pigmente, Zwei-Ton-Pigmente, metallisch glitzernde Pigmente und schwarz glitzernde Pigmente.
Interferenz Pigmente sind an sich weiß, aber mit Wasser vermischt kommen die pastelligen Farben zu Tage. Auch trocken kann man bei bestimmten Lichteinfall die Zweitfarbe erahnen.
Zwei-Ton-Pigmente sehen im unterschiedlichen Lichteinfall verschieden aus. Metallisch schimmernde Pigmente sind sehr stark in ihren jeweiligen Farben glaenzend. Schwarze Perlglanzpigmente haben z. B. einen goldenen, silbernen, roten, blauen oder gruenen Glitzereffekt in sich. Sind aber hauptsaechlich schwarz glaenzend.

Bei den Perlglanzpigmenten ist es wichtig, dass sie nicht soo farbstark sind, so dass man nur mit z. B. Perlglanzpigment Gruen einen satten Gruenton erreichen kann. Deshalb gibt man als Verstaerkung noch von den mineralischen Pigmenten was drunter.
Zudem gibt es viele verschiedene Groeßen der Korndurchmesser. Bei 100 Mikrometern +- ist der Glitzereffekt sehr stark. Dann gibt es welche von 40 - 60 Mikrometern, die normalerweise eingesetzt werden und wo deutliche Glitzereffekte zu sehen sind. Die kleinsten Perlglanzpigmente bewegen sich im 5 - 20 Mikrometer-Bereich. Bei mir sind diese sehr beliebt, da sie nicht glitzern, aber einen schoenen metallischen Effekt hinterlassen, den ich auch "Glow" nenne. Sie werden auch manchmal mit dem Anhang "Satin" gekennzeichnet und aehnlich wirken sie auch.

Flitterpigmente:

Als Flitter werden groebere Perlglanzpigmente bezeichnet, die aber sehr unterschiedlich in ihrer Beschaffenheit sein koennen. Einmal gibt es Flitter, der aus Metalloxiden + Mica hergestellt wird. Andererseits beschichtete Aluminiumplaettchen und dann gibt es noch beschichtete Papierflitter.
Fuer den Augenbereich sollte man besser welche aus Papier nehmen, da diese die Augen nicht verletzen. Auf Koerper und Gesicht kann man die aus Metalloxiden verwenden und auf den Naegeln kann man nahezu alles verwenden. Wenn man nur ab und zu E/S mit Metallflitter benutzt, ist das nicht so schlimm, da das Verletzungsrisiko sehr sehr gering ist, aber kommerzielle Anbieter muessen nun mal eben vor allem warnen.

Bismuth Oxychloride
Damit habe ich keine Erfahrungen, aber es sind auch schimmernde Pigmente mineralischen Ursprungs. Sie sind bei großen MF Firmen sehr beliebt, andererseits wird von Hautirritationen berichtet. Es ist auch nicht so weit verbreitet, dass man ohne weiteres an diesen Stoff kommen koennte.

Beispiele fuer Perglanzpigmente:



Fuellstoffe

pures Mica
Dies wird faelschlicherweise von vielen Rohstoffanbietern als Seidenweiß bezeichnet. Es ist mineralischen Ursprungs und glowt sehr dezent weiß. Der Glow Effekt kann nur bei purem Auftragen gesehen werden. In Mischungen geht dieser unter.
Es ist beliebt in Einsatz in Mineralfoundations, da es die Pigmente lockert und sie so nicht mehr zusammen kleben. Außerdem wird durch Einsatz von Mica eine schoene Konsistenz erreicht. Es deckt kaum.

Seidenweiß
Soweit ich weiß, ist richtiges Seidenweiß eine Mischung aus Titanium Dioxide und Mica. Ich habe es unter der Bezeichnung Extender W hier. Es ist matt und wenig deckend. Es wird benutzt, um die Konsistenz zu verbessern oder dient als Fuellstoff. Es ist ziemlich leicht und hat dadurch ein grosses Volumen. Fuer mich spielt dieser Rohstoff keine Rolle.

Magnesium Stearate
Dieser Fuellstoff ist dazu da, um die Haftung von Pigmenten zu verbessern. Normalerweise wird er eher in E/S oder Rouge eingesetzt, um eine bessere Haltbarkeit zu erreichen. Je hoeher die Konzentration, desto besser die Haltbarkeit des Pigments. Der Stoff an sich hat eine seidige Konsistenz, "klebt" aber sofort auf der Haut. Ich benutze ihn gerne mit einer Konzentration von 5 - 10 % in E/S.

Talkum
Talkum wird oft in industriellen Pudern eingesetzt, weil es gut Hautfett absorbiert. Es wird aus Gestein gewonnen und ist von weißer Farbe. Ich denke mal, dass Selbstmixer diesen Stoff nicht brauchen, da er meiner Meinung nach nicht von Hochwertigkeit zeugt. Angeblich soll es die Poren verstopfen, aber das sei hingestellt, da es in Massenkosmetik sehr oft vorkommt.

Kieselerde
Dieser Rohstoff absorbiert Hautfett. Die Konsistenz ist seidig und das Pulver weiß. Es kann sich sehr stark mit Fluessigkeit aufsaugen, so dass es den E/S laenger haften laesst. Große Mengen haben jedoch eine austrocknende Wirkung. Zudem wird die Konsistenz verbessert, aber dafuer bueßt man an Deckkraft ein. Ich wuerde in MFs aber eher Tonerde einsetzen, da dieser nicht soviel Deckkraft wegnimmt.

Staerke
Meistens wird Taipioca Staerke verwendet, der als Reisstaerke im Asia Laden erhaeltlich ist. Aber auch Maisstaerke und Kartoffelstaerke haben aehnliche Eigenschaften. Es hat eine sehr schoene Konsistenz und kann auch etwas Hautfett absorbieren. Zudem ist noch ein kleiner Wasseranteil von 2 % enthalten. Sehr gut geeignet fuer Puder oder Rouge.

Tonerde und andere exotische Fuellstoffe
Es gibt noch eine Reihe an anderen Fuellstoffen wie z. B. Tonerde, Sericite, Silica und viele andere, mit denen ich aber (bisher) keine Erfahrung habe. Man kann aber austesten, mit welchen Fuellstoffen die eigene Haut am besten klarkommt. Sie koennen wahre Wunder und schreckliche Resultate liefern, aber das muss jeder fuer sich selber rausfinden. Die, die ich bisher ausgetestet habe, waren alle nicht so DER Hammer, aber angeblich soll Silica sehr toll sein und andere sind von Tonerde begeistert.


Die Geraete und Werkzeuge zum Mischen

Moerser
Moerser ist wohl das Geraet, was die meisten von euch zu Hause haben (außer ich ;-)).
Man kann damit theoretisch alles machen, nur ist der Prozess sehr langwierig. Man sollte auch keine Perlglanzpigmente mit dem Moerser verarbeiten, weil diese sonst in ihre Bestandteile zerlegt werden. Deshalb empfiehlt sich die Zugabe von Perglanzpigmenten erst gegen Ende, wenn man Perlglanzpigmente und Grundpigmentmischung in ein dichtes Gefaess gibt und schuettelt. Man sollte immer mal wieder beim Moersern testen, ob die Mischung "Farbspuren zieht". Das erkennt man daran, dass z. B. rote Streifen entstehen, wenn man die Mischung ueber die Haut streicht. Dies ist ein Anzeichen dafuer, dass man weiter moersern sollte. Zum Ende hin pressen viele Selbstmixer die Mischung noch durch ein Sieb, damit es lockerer wird.
Ein Moerser ist schon fuer 7 EUR in der Apotheke zu bekommen.

elektronische Mixer
Hierbei handelt es sich um Kaffeemuehlen, Allzweck-Mixer und alles, was eine rotierende Scheibe hat und dicht ist. D. h., dass die Pigmente nicht in alle Richtungen verstreut werden.
Man sollte darauf achten, dass man nicht gerade den Riesen-Haushalts-Moehrenzerkleinerer nimmt, da der Innenraum viel zu groß fuer Kleinproduktionen ist. Außerdem sollte man den Mixer nur noch fuer Pigmente verwenden, weil es ja doch etwas komisch ist, wenn Pigmente ins Essen gelangen, obwohl sie theoretisch essbar sind.
Ich kann nur von meiner Erfahrung mit dem Tschibo Multi-Zerkleinerer berichten, der mir treue Dienste erweist. Es hat einen tassengroßen Innenraum und unten eine seperat waschbare Rotierscheibe. Der Vorteil von diesem Geraet ist, dass der Staub nicht direkt in den Motor gelangen kann, was schon viele Motoren zerstoert hat. Das gute Stueck hat um die 13 EUR gekostet, allerdings gibt es von vielen anderen Firmen aehnliche Geraete.
Der Nachteil ist, dass er hoechstens eine Minute durchgehend laufen kann. Das reicht aber meistens, um 3 - 4 Loeffel Pigmente durchzumixen. Man sollte ab und zu waehrend des Mixvorgangs das Geraet schuetteln und klopfen, sowie in seitliche Schraeglagen bringen, damit alle Pigmente erreicht werden.
Einige Luxusgeraete haben sicherlich laengere Laufzeiten und eine hoehere Leistung. Mein Geraet arbeitet mit 150 Watt und ist akzeptabel. Die Reinigung gestaltet sich als einfach, da der Mixraum separat vom Motorstueck gewaschen werden kann.
Fuer faule Leute / grosse Mengen / Schnelligkeit ist ein solcher Mixer ideal.

Mein Mixer gerade aus dem Einsatz:



Oder neu:



andere Moeglichkeiten
Es gibt sicherlich viele andere Geraete, die besonders gut fuer große Mengen geeignet sind, wie z. B. Steintrommeln. Man sollte niemals auf die Idee kommen, mit einen Stabmixer zu hantieren, ihr werdet nur Staub aufwirbeln!

weitere Werkzeuge
Man braucht noch einige Loeffel, ein Messer und Papier zum Abwischen sowie Zeitung. Atemschutz!


Ab gehts zum mixen ;-)

Am besten mit Zeitung die Arbeitsflaeche abdecken. Ich arbeite gerne unter der Dunstabzugshaube, da der Staub nicht ueberall verteilt wird. Wer moersert, braucht das nicht.
Man sollte immer einen Atemschutz tragen. Ich habe mir solche Dinger aus der Apotheke geholt, werde aber auf Staubmasken aus dem Baumarkt umsteigen. Manche Moerserer halten den Atemschutz beim Moersern fuer nicht notwendig, aber schaden kann es nicht. Wer merkt, dass die Nase trocken wird, sollte auf jedem Fall einen Staubschutz tragen!


Mineralfoundation

Mineralfoundation mit gelblichen Unterton:
Hierfuer braucht man Titanium Dioxide, Eisenoxid Gelb, Eisenoxid Braun und wenn erwuenscht Fuellstoffe, sowie Perlglanzpigmente.

Man faengt mit einer kleinen Menge (z. B. 1 Essloeffel) TiO2 (Titaninium Dioxide) an und fuegt erstmal Eisenoxid Braun hinzu (vielleicht 1 Messerspitze). Dieses Gemisch mixen. Der Sinn dahinter ist, den individuellen Helligkeitsgrad der Haut zu ertasten. Also man soll immer wieder mixen, auf der Handflaeche oder im Gesicht die Helligkeit testen und wenn zu hell, dann wieder mehr Braun hinzufuegen.
Wenn man den gewuenschten Helligkeitsgrad erreicht hat, fuegt man Eisenoxid Gelb hinzu, bis man den gelben Unterton der Haut getroffen hat.

Dann fuegt man die Fuellstoffe hinzu, wie z. B. Mica, wobei ich fuer eine starke Deckung nicht mehr als 10 % Fuellstoff einsetzen wuerde. Dabei kommt es aber auf das Volumen des Fuellstoffs an: je groesser das Volumen -> desto weniger, weil das Volumen am meisten Deckkraft wegfrisst.
Fuer eine mittlere Deckkraft wuerde ich 20 % Fuellstoffe nehmen, wobei ich immer vom Gewicht ausgehe. Bei mehr erreicht man eine leichte Deckkraft.
Man kann aber auch gaenzlich auf Fuellstoffe verzichten, wobei manche Leute beklagen, dass man dann schneller glaenzt. Dies kann man aber durch Puder ausgleichen.

Dann kann man fuer "Glow" noch Perlglanzpigmente zufuegen, wobei ich "Sahara / Oriental Beige bevorzuge", das sandfarben ist. Fuer dezenten Glow ca. 5 %.

rote Untertoene:
Hier wuerde ich aehnlich wie oben vorgehen, nur dass weniger Gelb reinkommt, aber dafuer Rot. Ich finde aber, dass Rot in MFs das Hautbild nicht verschoenert. Man sollte eher mit neutralen oder gelben MFs den Ton ausgleichen.

neutrale Toene:
Diese erreicht man mit einen geringen Anteil an gelben Pigmenten, aber das Braun bleibt gleich.

Ausgleichen von missratenen Toenen:
- zu dunkel/braun: einfach mehr TiO2 hinzufuegen ;-)
- zu rot: mit Chromoxid Gruen ausgleichen
- zu gelb: mit Rot zu Orange / Hautfarben neutralisieren

Hierbei kann man einfach die Farbenlehre anwenden.

Farbpuder (E/S und Rouge)

E/S:
Ich mache es gerne so, dass ich mir eine groeßere Menge der Basis mische und dann individuell Pigmente untermische. Oder ich mische erst die Farbe und fuege dann die Basis hinzu. Dann kann man die Farbe besser einstellen. Allerdings wird die Farbe durch die Basis leicht veraendert.
Eine Base kann z. B. so aussehen: Magnesium Stearate, Mica, Kieselerde

- Violett erreicht man mit Eisenoxid Rot + Ultramarinblau
- Tuerkis Chromoxid Gruen + Ultrmarinblau
- Orange Eisenoxid Gelb + Eisenoxid Rot
- pastellige Töne mit TiO2
- dunklere Töne mit Eisenoxid schwarz
usw.

Hierbei sollte man beachten, dass Eisenoxid Rot, Braun, Schwarz am staerksten ist und deshalb in Relation mengenmaeßig weniger vorhanden sein sollten. Dagegen ist Eisenoxid Gelb und Ultramarin schwach und kann somit in hoeheren Mengen verwendet werden. Wer Ultramarine einsetzt, sollte besser Magnesium Stearate einsetzen, weil sie weniger lange haften.
Dann kann man nach belieben Perglanzpigmente verwenden, die je nach Konzentration mehr oder weniger Glanz bieten. Ich setze sie bis zu 50 % (Volumen) ein, was schon sehr viel ist.
Loser E/S ist mit einer E/S Base besser aufzutragen, ich nenne da mal den von Artdeco...

Rouge:
Fuer Rouge verwende ich noch gerne Staerke in der Base und gerne viele Perlglanzpigmente. Man kann sich z. B. mit Ultramarinblau + Eisenoxid Rot pinkfarbenen Rouge mixen. Oder mit Rot und Gelb +- TiO2 ein schoenes Peach. Fuer Bronzing Powder kann man Braun + Rot mixen.
Zur Verstaerkung koennen individuell Schimmerpigmente hinzugefuegt werden. Bei Peach kann man z. B. Gold + Rot hinzufuegen.

Gepresste Pudersteine:
Man kann auch Pigmentmischungen in die Puderform pressen. Hierzu benoetigt man leere Pfaennchen oder Dosen. Moeglich sind auch Farbkaesten, die als Palette missbraucht werden.
Man muss die Pigmente erstmal in eine feste Form kriegen. Das kann durch z. B. Wasser, Weingeist oder sowas wie Korn / Wodka geschehen. Je mehr Alkohol, desto schneller wird die Fluessigkeit verdunsten.
Hierbei drauf achten, dass man so wenig wie moeglich Fluessigkeit hinzufuegt. Die Masse soll gerade so feucht werden.
Die urspruenglichen Pigmentmasse wird sehr stark komprimiert durch die Fluessigkeit. Man presst die Paste in die Form. Wenn man ein flaches Pfaennchen hat, kann man mit einen Messer den Ueberschuss glattstreichen.
Um den Alkohol / das Wasser verdunsten zu lassen, foehne ich am liebsten. Waehrend des Foehnens presse ich den Stein immer wieder, damit er sich nicht vom Rand absetzt oder Risse bekommt.
Die Erfahrung von vielen Mixern zeigt, dass grosse Flaechen eher rissig werden.
Zum Pressen verwende ich z. B. eine Flasche mit einen glatten Deckel.
Um auf Nummer sicher zu gehen, klopfe ich den Stein nochmals raus, um ihn fest zu kleben. Das kann z. B. mit einem Tropfen Bienenwachs geschehen, den ich im Pfaennchen schmelze und dann die Pfanne umgekehrt auf den Stein haue und gut festdruecke.


Haeufige Fragen

Eisenoxid Rot zieht Streifen
Entweder es liegt am verwendeten Eisenoxid Rot oder an der Eigenschaft dieses Oxids, Wasser anzuziehen und sich zu verklumpen.
Tina hatte mal empfohlen, das Zeug im Backofen zu erwaermen, damit das Wasser abdampft. Ich kann noch dazu sagen, dass es sich besser aufloesst, wenn man es in Fuellstoffen wie Staerke "loest", dann verteilt es sich ganz leicht.

Kann ich auch Pigmente aus dem Kuenstlerbedarf nehmen?
Synthetisches Eisenoxidpigment hat eine sehr hohe Reinheit. Natur- / Erdfarben wuerde ich nicht nehmen, aber das synthetische Kuenstlerpigment von Kremer - da habe ich keine Probleme mit. Die Firmen, die Kuenstlerpigmente herstellen, tun dies auch fuer Kosmetik (man nehme Merck, BASF).
Das Kosmetische hat meistens eine feinere Pigmentgroeße, sprich bessere Vermahlung. Außerdem ist es keimfreier, was aber fuer MF ziemlich egal ist. Die Schwermetalle (Arsen etc.) liegen eh in einem Bereich, den man getrost vernachlaessigen kann.
Wer trotzdem Bedenken hat, sollte reine Kosmetikpigmente kaufen, was einen nicht koscher ist, macht auch keinen Spass.

Wieso gibt es keine Rezeptangaben?
Wenn ihr erstmal eure ersten Male mixen hinter euch habt, und ein Gefuehl fuer die Pigmente bekommt, ist das sehr einfach.

Sind selbstgemischte Pigmente schlechter als gekaufte E/S?
Im Gegenteil, sie sind sogar besser, wenn man hohe Pigmentkonzentrationen nimmt.
Fuer lose Pigmente aber lieber eine E/S Base verwenden.

Was brauche ich als Anfaenger fuer Pigmente?
Das kommt drauf an, was ihr mixen wollt. Wenn ihr die ganze Palette an Deko mixen wollt, sollte man zumindest die Eisenoxide, Ultramarinblau, Titanium Dioxide und Chromoxid Gruen kaufen. Als Perlglanzpigment empfielt Zottel ein schoenes weißes Perlglanzpigment. Dies kann man mit anderen Pigmenten zu vielen geschwuenschten Farben mischen. Weißes Perlglanzpigment passt sich sehr gut der Umgebung an. Allerdings hat jedes Perlglanzpigment seinen eigenen Reiz, den man nicht durch mischen erreichen kann.


Hilfreiche Links aus diesem Forum

- mineralfoundation
- MF2
- lippenstift
- lippenstift2
- mal was anderes


Bezugsquellen

hier ein paar:
- omikron
- behawe


Viel Spass!

/mina

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