Vom Anstich bis zum Kehraus: Make-up, das die Wiesn übersteht |
Die Wiesn-Saison steht vor der Tür, und mit ihr eine Frage, die sich jedes Jahr neu stellt: Wie schminkt man sich eigentlich so, dass am Abend noch etwas vom Look übrig ist? Denn zwischen aufgeheizten Bierzelten, ausgiebigem Tanzen und der einen oder anderen Umarmung wird jedes Make-up ordentlich getestet. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Strategie hält es tatsächlich durch.
Die Basis entscheidet über allesAlles beginnt mit einer guten Grundierung, und zwar wirklich alles. Ein Primer sorgt dafür, dass die Foundation sich nicht in Fältchen absetzt und den ganzen Tag an ihrem Platz bleibt. Bei der Foundation selbst gilt: leicht deckend und im passenden Hautton, damit der Teint natürlich wirkt statt maskenhaft. Concealer deckt Augenringe und Unreinheiten ab, und den Abschluss macht transparentes oder naturfarbenes Puder, das Glanz reduziert, gerade wichtig, wenn es im Zelt heiß wird. Der wichtigste Punkt dabei: Setze konsequent auf wasserfeste und langanhaltende Produkte. Bei Schweiß, Tränen vor Rührung oder einem versehentlichen Bierschluck zu viel bewährt sich das schnell.
Augen betonen, aber nicht überladenBeim Augen-Make-up dürfen die Wimpern gerne kräftig getuscht werden, am besten mit wasserfester Mascara in zwei bis drei Schichten. Eine Wimpernzange gibt zusätzlichen Schwung, ein brauner oder schwarzer Eyeliner sorgt für Definition. Beim Lidschatten empfiehlt sich Zurückhaltung: sanfte Nude- und Brauntöne wirken harmonisch und schmeicheln jedem Typ. Ein heller, schimmernder Ton im inneren Augenwinkel öffnet den Blick zusätzlich. Wovon viele abraten: falsche Wimpern. Sie wirken beim traditionellen Wiesn-Look schnell überladen, und ehrlich gesagt ist der Aufwand bei zwölf Stunden im Zelt auch nicht besonders praktisch.
Rote Lippen, der ewige KlassikerKaum etwas gehört so selbstverständlich zum Dirndl wie ein roter Mund. Wichtig ist hier die Wahl des richtigen Produkts: Ein mattes Finish hält deutlich länger als Gloss, ein Lipliner verhindert das Auslaufen in die Lippenfältchen, und kussechte Formeln überleben auch die erste Maß. Wer Rot zu gewagt findet, greift alternativ zu Nude, Rosé oder Koralle, das wirkt genauso stimmig und ist alltagstauglicher.
Rouge für frische ApfelbäckchenEin Rouge in Rosenholz, Pfirsich oder zartem Rosa bringt den Teint zum Leuchten und betont die Wangenknochen. Aufgetragen wird es auf die Apfelbäckchen, also dort, wo sich beim Lächeln der höchste Punkt der Wange bildet, und dann sanft nach außen verblendet. Puder-Rouge hält übrigens tendenziell länger als Cream-Rouge, ein kleiner Vorteil bei langen Festtagen.
Nicht vergessen: Dekolleté und NägelBeim Dirndl liegt das Dekolleté naturgemäß im Blickfeld, ein Grund, ihm ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Ein pflegendes Serum vorab, gegebenenfalls etwas Selbstbräuner und ein dezenter Highlighter setzen die Partie schön in Szene. Und zum runden Gesamtbild gehören auch die Nägel: Farben, die sich an Lippenstift oder Rouge orientieren, wirken besonders harmonisch, etwa Beerentöne, zartes Rosé oder erdige Nuancen.
Welches Make-up passt zu welchem Dirndl?Grundsätzlich funktioniert ein natürlicher Look zu jedem Dirndl. Wer es aber genau abstimmen möchte: Zu hellen Dirndln in Rosa, Hellblau oder Creme passen zarte Farben und Nude-Lippen besonders gut. Dunkle Dirndl in Schwarz, Dunkelgrün oder Bordeaux vertragen den klassischen roten Lippenstift problemlos. Bei sehr bunten Dirndln empfiehlt sich dagegen ein zurückhaltendes Make-up, damit das Kleid im Vordergrund bleibt.
Fazit: Natürlich, aber mit HaltbarkeitDas perfekte Wiesn-Make-up muss keine Wissenschaft sein. Eine solide, wasserfeste Basis, betonte Augen oder Lippen (nicht beides gleichzeitig), ein frisches Rouge und langanhaltende Produkte, mehr braucht es eigentlich nicht. Denn am Ende soll das Dirndl im Mittelpunkt stehen, und du sollst dich darin einfach wohlfühlen, vom ersten Anstich bis zum letzten Lied. Artikelbild ©Pixabay |