Psoriasis – welche Mittel helfen gegen das Jucken? |
Eine Psoriasis – besser bekannt als Schuppenflechte – ist nur schwer zu übersehen. Denn die betroffenen Hautstellen sind stark durchblutet und dadurch meist hochrot. Auf ihnen wiederum sammeln sich zahlreiche Pusteln oder die namensgebenden Schuppen an. Letztere erinnern optisch an silbrig-weiße Flechten, was den Namen Schuppenflechte erklärt. Wie sich die chronisch-entzündliche Hauterkrankung auch äußern mag – einige Symptome tauchen immer wieder auf. So etwa das charakteristische Jucken. Ausgelöst wird es durch die trockenen und schuppigen Verdickungen, die mechanisch auf der Haut stören. Wer allerdings kratzt, vergrößert die gereizten Nervenenden und damit das Problem. Stattdessen können feuchtigkeitsspendende Mittel gegen das unangenehme Hautgefühl helfen.
Psoriasis-geplagte Haut braucht viel FeuchtigkeitIn Deutschland leiden rund zwei Millionen Menschen an einer Form der Schuppenflechte. Das entspricht rund zwei Prozent der gesamten Bevölkerung. Obwohl die autoimmune Erkrankung also relativ häufig auftritt, sehen sich viele Betroffene noch mit Vorurteilen konfrontiert. So hält sich noch immer der Glaube, die schuppenden Hautstellen resultierten aus mangelnder Hygiene oder seien ansteckend. Eine solche Stigmatisierung bedeutet für die Erkrankten eine zusätzliche Belastung. Zumal sich die Schuppenflechte meist nicht verstecken lässt. Denn die rötlich-entzündlichen Hautstellen treten meist an sichtbaren Stellen auf:
Ebenso können sie sich über den ganzen Rücken oder die Brust ziehen. Um die gereizten und dadurch stark juckenden Areale zu behandeln, empfiehlt sich eine schnell einziehende und feuchtigkeitsspendende Schuppenflechte-Creme. Sie soll die Haut beruhigen und gleichzeitig pflegen. Ihre wichtigste Aufgabe besteht jedoch darin, die Abschuppung schonend zu unterstützen, sodass sich die unter den Plaques befindliche Epidermis schneller wieder erneuern kann.
Hausmittel können die Hautpflege bei Schuppenflechte unterstützenBei einer Psoriasis resultiert das Jucken hauptsächlich aus einem chronischen Entzündungsprozess und einer damit einhergehenden Hauttrockenheit. Sind die betroffenen Areale wund und rissig, können Keime in die Verletzungen gelangen. Diese können die Entzündung weiterhin befeuern. Um das andauernde Jucken zu reduzieren, sind feuchtigkeitsspendende Hausmittel gefragt. Empfehlenswert sind hautfreundliche Öle, die dabei helfen, die betroffenen Hautstellen zu beruhigen. Dazu gehören:
Ebenso können Psoriasis-Betroffene zu Schwarzkümmelöl greifen, welches sie in einer dünnen Schicht auf die juckenden Areale auftragen. Das Hausmittel besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann die Intensität des bestehenden Entzündungsprozesses verringern.
Öle können die Psoriasis-Symptome auf der Kopfhaut lindernBesonders schwierig kann die Behandlung von Schuppenflechte werden, wenn die Haut an schwer erreichbaren Stellen wie der dicht bewachsenen Kopfhaut schuppt. Eine wirksame Creme zwischen den Haarwurzeln aufzutragen, entwickelt sich schließlich schnell zu einer Herausforderung. Die bessere Alternative: leicht erwärmtes Speiseöl auf dem Kopf verteilen. Was sich zunächst ungewöhnlich anhört, hat einen nachvollziehbaren Hintergrund. Denn vor allem Kokosöl geht mit entzündungshemmenden und vor allem feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften einher. Wird es leicht angewärmt und in die Kopfhaut einmassiert, kann es:
Hauptsächlich die in dem Kokosöl enthaltene Laurinsäure trägt zudem zu einer Stärkung der Hautbarriere bei. Dadurch besteht die Möglichkeit, die zu Psoriasis neigende Haut vor einer zukünftigen Austrocknung zu bewahren. Um die schuppende Kopfhaut nicht unnötig zu reizen, ist jedoch die Wahl des richtigen Kokosöls entscheidend. Empfehlenswert ist natives Öl, das bereits 24 Stunden nach der Ernte verarbeitet wurde. Denn der schnelle Verarbeitungsprozess kann verhindern, dass sich darin hautreizende Fettsäuren bilden.
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